• Donnerstag, 4. Juni 2026

Kommunaler Ordnungsservice für das Stadtgebiet geplant

Ludwigstrasse Passau

Die Stadt Passau plant die Einführung eines Kommunalen Ordnungsservices (KOS), um die Präsenz im öffentlichen Raum zu stärken und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu verbessern. Über das entsprechende Konzept berät der Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Gesundheit am 11. Juni. Ziel ist ein sichtbarer und ansprechbarer Außendienst, der präventiv tätig wird und die Einhaltung kommunaler Regeln unterstützt.

Oberbürgermeister Andreas Rother betont, dass der KOS keine Stadtpolizei ersetzen soll. Vielmehr gehe es um Bürgernähe, Ordnung und Verlässlichkeit im Alltag. Die Aufgaben des Dienstes liegen vor allem in der Prävention, Konfliktschlichtung, der Durchsetzung städtischer Satzungen sowie als Ansprechpartner für Bürger und Besucher. Die Zusammenarbeit mit der Polizei soll eng abgestimmt erfolgen.

Schwerpunkte des Einsatzes sollen die Innenstadt, die Fußgängerzone, die Altstadt, der Bereich um den ZOB, den Klostergarten sowie die Innpromenade sein. Grundsätzlich kann der KOS jedoch im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden. Regelmäßige Streifen sind täglich bis 1 Uhr nachts vorgesehen.

Für den Aufbau des Dienstes sind zunächst sechs Stellen geplant. Bereits 2026 soll eine Leitung eingestellt werden, die organisatorische Vorarbeiten übernimmt. Für 2027 sind vier weitere Außendienststellen vorgesehen. Die jährlichen Personalkosten werden auf rund 420.000 Euro geschätzt. Hinzu kommen einmalige Einführungskosten von etwa 100.000 Euro sowie laufende Sachkosten.

Der Kommunale Ordnungsservice ergänzt bestehende Maßnahmen wie Videoüberwachung, Alkoholverbotszonen und Aufenthaltsverbote für Intensivtäter. Nach der Beratung im Ausschuss wird über die weitere Umsetzung entschieden.

Foto: MuW/k.krückl