Röhrnbach. Mit einem Überraschungsbesuch gratulierte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger der Firma Karl Bachl zum 100-jährigen Bestehen. Gemeinsam mit Bürgermeister Leo Meier und MdL Martin Behringer würdigte er das Unternehmen als Beispiel für Unternehmergeist, Mut und Tatkraft. Solche „Macher“ verdienten Respekt und Anerkennung, betonte Aiwanger.
Bei einem Gespräch im Rathaus nutzten Bürgermeister und Landtagsabgeordneter die Gelegenheit, aktuelle kommunale Anliegen anzusprechen. Im Fokus stand die langfristige Sicherung der Wasserversorgung. Angesichts des steigenden Bedarfs und zunehmender rechtlicher Hürden bei der Wassergewinnung forderten sie praktikablere Regelungen, um die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten nicht zu gefährden.
Weitere Themen waren die wachsenden finanziellen Belastungen der Kommunen, etwa bei der Kinderbetreuung. Meier und Behringer kritisierten, dass neue Vorgaben häufig zusätzliche Kosten verursachten, ohne ausreichend finanziell ausgeglichen zu werden.
Auch die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland wurde diskutiert. Hohe Energiekosten, lange Genehmigungsverfahren und zunehmende Auflagen erschwerten Investitionen und gefährdeten Arbeitsplätze. Aiwanger sprach sich für mehr Pragmatismus aus und ermutigte die kommunalen Vertreter, sich weiterhin entschlossen für die Interessen ihrer Region einzusetzen.
Bild: Am Rande des Gratulationsbesuchs bei der Firma Bachl gab es noch Gelegenheit, mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und MdL Martin Behringer über kommunale Nöte zu sprechen. Bürgermeister Leo Meier überreicht dabei die Chronik 850 Jahre Röhrnbach zu einem Markt, in dem weiter das Herz der Entwicklung pochen soll, statt langsam die Lebensadern abgeschnürt zu bekommen. Foto: Abgeordnetenbüro Behringer, Grafenau

