Ehrenamt ist weit mehr als die Ehrenamtskarte – darin sind sich Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Gabi Schmidt und Dr. Rudolf Neumaier, Geschäftsführer des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege, einig. Gemeinsam diskutierten sie Möglichkeiten, bürgerschaftliches Engagement stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Besonders die heimatprägende Kultur werde häufig unterschätzt. „Aktuell läuft vieles, was die Menschen in ganz Bayern leisten, unter dem Radar“, betonte Heinrich. Allein in Niederbayern werden rund 80 Prozent der knapp 140 Museen ehrenamtlich geführt. Hinzu kommen Menschen, die Ortsgeschichte dokumentieren, Veranstaltungen organisieren oder kulturelles Wissen bewahren.
Neumaier sieht auch die Medien gefordert, Inhalte und Leistungen der Ehrenamtlichen stärker sichtbar zu machen. Schmidt möchte zudem den Zugang zur Ehrenamtskarte erweitern und brachte eine „Willkommenskarte“ für engagierte Jugendliche ins Gespräch. Ein weiterer Vorschlag ist, Beauftragte für Heimatpflege in Gemeinde- und Stadträten zu etablieren.
„Ehrenamt lebt von den guten Beispielen, die Lust auf Nachahmung machen“, so Heinrich. Entscheidend seien Gemeinschaft, positive Erlebnisse und das Gefühl, gemeinsam etwas zu erreichen.
Bild: Dr. Rudolf Neumaier (v.l.), Gabi Schmidt und Dr. Olaf Heinrich haben sich darüber ausgetauscht, wie das Ehrenamt gestärkt und sichtbarer gemacht werden kann – insbesondere in der Heimatpflege. Foto: Bezirk Niederbayern/Roider

