• Dienstag, 25. August 2026
Taschentuch-Lawine am Lusen

Waldhäuser. Hunderte Taschentücher und weiterer Müll entlang der Wanderwege rund um den Lusen haben die Ranger des Nationalparks Bayerischer Wald am vergangenen Wochenende beschäftigt. Ranger Lothar Mies, seit über 35 Jahren im Dienst, zeigte sich über das Ausmaß erschrocken.

Allein auf der Himmelsleiter zum Lusengipfel sammelte Mies mehr als 130 Papiertaschentücher ein, auf dem Rückweg über den Winterweg kamen weitere 60 hinzu. Zusammen mit anderem Unrat füllte er zwei Papiertüten. Auch im Bereich Finsterau und an den Parkplätzen bei Zwieslerwaldhaus mussten die Ranger verstärkt Müll beseitigen.

Zu den häufigsten Hinterlassenschaften zählen laut Nationalparkwacht Hundekotbeutel, Zigarettenstummel, Dosen und Plastik. Weggeworfene Glasflaschen können bei Hitze und Trockenheit zudem zur Brandgefahr werden.

Die Ranger appellieren deshalb an Besucher, ihren Abfall wieder mitzunehmen. „Unsere Kernaufgabe ist es, Besucher über unsere Waldwildnis zu informieren, nicht um Müllabfuhr zu spielen“, betont Mies. Selbst Papiertaschentücher benötigen bis zu fünf Jahre, um zu verrotten. Ein kleiner Abfallbeutel im Rucksack helfe, die sensible Natur sauber zu halten.

Bild: Nationalpark-Ranger Lothar Mies kam von seinem sonntäglichen Rundgang mit zwei gefüllten Tüten Müll vom Lusen zurück. (Foto: Julia Reihofer/Nationalpark Bayerischer Wald)