Finsterau. Eine besondere Woche erlebten zwölf Jugendliche und zwei Betreuer der Jugendhilfeeinrichtung Freedom aus Lackenhäuser im Freilichtmuseum Finsterau. Fünf Tage lang bezogen sie das nahegelegene Denkhaus und tauchten in das Leben früherer Zeiten ein.
Selbstversorgung stand dabei im Mittelpunkt: Gekocht wurde auf dem Holzofen – von Nudeln bis zum Schweinebraten mit selbstgemachten Knödeln. Auch bei verschiedenen Arbeiten im Museum packten die Jugendlichen kräftig mit an. Sie ernteten Äpfel und pressten daraus eigenen Saft, arbeiteten in der Museumsschmiede, versorgten Pflanzen und Blumen und lernten beim Programm „Vom Schaf zur Wolle“ alte Handwerkstechniken kennen.
Im Museumswald spürte die Gruppe gemeinsam mit dem Hausmeister vom Borkenkäfer befallene Bäume auf. Im Salettl wurden Tische und Stühle abgeschliffen und neu versiegelt. Ein weiterer Höhepunkt war das Brotbacken im historischen Holzofen. Eine Wanderung zum Reschbach und eine Kutschfahrt durch das Reschbachtal rundeten die Woche ab.
Betreuer Benjamin Münich zog ein positives Fazit: „Zurück zu den Wurzeln, sich auf das Wesentliche beschränken, wenig Technik – es hat sich zu 100 Prozent gelohnt.“ Auch die Museumsmitarbeiter zeigten sich von der Motivation und Einsatzbereitschaft der Jugendlichen begeistert.
Foto: Freilichtmuseum Finsterau

