Passau / Waldkirchen. Die VR-Bank Passau eG und die Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel eG beabsichtigen, sich im Herbst 2027 zu einer gemeinsamen, leistungsfähigen Genossenschaftsbank zusammenzuschließen. Die Aufsichtsräte beider Institute haben ihre Vorstände beauftragt, die notwendigen Schritte einzuleiten. Die endgültige Entscheidung über die Fusion obliegt den Vertreterversammlungen beider Banken.
Mit der Zusammenlegung entsteht eine der leistungsfähigsten regionalen Genossenschaftsbanken in Niederbayern. Die neue Bank wird eine Bilanzsumme von mehr als 3,3 Mrd. Euro, rund 530 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie flächendeckend 26 Geschäftsstellen in der Stadt und Landkreis Passau sowie im Landkreis Freyung-Grafenau aufweisen.
Ziel der angestrebten Fusion ist es, die Kräfte beider Häuser zu bündeln und damit langfristig die Leistungsfähigkeit, Stabilität und Zukunftsfähigkeit der Bank zu sichern. Beide Institute sind wirtschaftlich sehr gut aufgestellt und fest in der Region verwurzelt.
„Wir wollen heute die Weichen dafür stellen, dass unsere Bank auch morgen ein starker und verlässlicher Partner für unsere Mitglieder, Kunden und die Menschen in der Region ist. Die Bankenwelt verändert sich mit hoher Geschwindigkeit. Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue regulatorische Anforderungen stellen uns vor große Aufgaben. Gemeinsam können wir diese Herausforderungen besser bewältigen und gleichzeitig unsere regionale Nähe und persönliche Beratung bewahren“, erklärt Otmar Knaus, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Passau eG.
Größe schafft neue Möglichkeiten
Ein Zusammenschluss soll insbesondere die Voraussetzungen schaffen, um künftig noch stärker in moderne Technologie, IT-Sicherheit, Digitalisierung, Fachwissen und in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren.
„Die geplante Fusion ist für uns keine Entscheidung gegen die regionale Nähe, sondern vielmehr ein Versprechen für deren langfristige Sicherung. Wir wollen die Stärke und Kompetenz beider Häuser zusammenführen und damit unseren Mitgliedern und Kunden auch in Zukunft eine leistungsfähige und persönlich ansprechbare Bank bieten. Größe ist dabei kein Selbstzweck – sie schafft die Möglichkeit, die wir brauchen, um nachhaltig in unsere Zukunft zu investieren“, sagt Helmut Scheibenzuber, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Goldener Steig-Dreisessel eG.
Persönliche Nähe bleibt Fundament
Technik soll den Menschen unterstützen, nicht ersetzen, lautet der gemeinsame Anspruch. Die persönliche Nähe zu Kunden und Mitgliedern sowie die Kompetenz vor Ort sollen auch nach der Vereinigung der beiden Institute die wesentlichen Merkmale der neuen Bank bleiben.
Einen Stellenabbau aufgrund der Fusion soll es nicht geben. Vielmehr sollen die Kompetenzen und Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Häuser zusammengeführt und weiterentwickelt werden.
Der geplante Zusammenschluss steht damit auch für die genossenschaftliche Idee: Gemeinsam mehr erreichen und gleichzeitig nah den Menschen und an der Region bleiben.

Bild: v.l.: die Vorstände der Raiffeisenbank Goldener Steig, Helmut Scheibenzuber, Daniel Schrottenbaum und Kurt Gampe
Foto: VR Bank

Bild: v.l.: die Vorstände der VR Bank Passau, Angelika Koller, Christian Stocker (stellv. Vors.), Otmar Knaus (Vorsitzender) und Josef Eberle.
Foto: VR Bank

