Röhrnbach. Mit einer Investition von rund 26 Millionen Euro und einer 12.000 Quadratmeter großen Fertigungshalle stellt HAIDL Fenster und Türen die Weichen für die Zukunft. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich informierte sich bei Max und Florian Haidl über das größte Investitionsvorhaben der Firmengeschichte.
In der neuen Halle sollen hochautomatisierte, digitalisierte und teilweise KI-gesteuerte Produktionsprozesse zum Einsatz kommen. Dadurch soll die Produktionsleistung mittelfristig um bis zu 20 Prozent steigen. Der Freistaat Bayern fördert das Projekt mit 3,2 Millionen Euro. Ein Personalabbau sei trotz Automatisierung nicht vorgesehen – vielmehr werde künftig sogar mit einem höheren Mitarbeiterbedarf gerechnet.
Max Haidl kritisierte zugleich die zunehmende Bürokratie. Vorschriften, Genehmigungsverfahren und Auflagen verursachten heute deutlich mehr Aufwand und Kosten als noch vor zwölf Jahren. Deutschland müsse unternehmerisches Handeln wieder erleichtern und mehr Mut zu Reformen zeigen.
Heinrich würdigte den „unternehmerischen Mut, Weitblick und das große Vertrauen“ der Familie Haidl in den Standort. Das 1993 gegründete Familienunternehmen beschäftigt heute mehr als 200 Mitarbeiter in Röhrnbach und im österreichischen Reichersberg. Auch die 1954 gegründete Zimmerei ist mit 26 Mitarbeitern weiterhin erfolgreich am Markt.
Bild: Investition in die Zukunft: (v. li. n. re.) Florian Haidl, Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Max Haidl auf der Baustelle der neuen Fertigungshalle in Röhrnbach. Mit rund 26 Millionen Euro tätigt das Familienunternehmen die größte Investition seiner Firmengeschichte. – Bildquelle: Bezirk Niederbayern, Christoph Weishäupl

