Passau. An der Universität Passau wurde mit TRIA eine KI-Plattform entwickelt, die künftig als gemeinsame Infrastruktur für Bayerns Hochschulen dienen soll. Anders als ChatGPT oder andere KI-Dienste richtet sich TRIA nicht vorrangig an Einzelpersonen, sondern an ganze Organisationen. Dabei behalten diese die Kontrolle über ihre Daten.
Entwickelt wurde das System vom Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM) der Universität Passau. Mehrere bayerische Hochschulen nutzen die Plattform bereits oder bereiten Anwendungen vor. Auch das Leibniz-Rechenzentrum und das Wissenschaftsministerium haben TRIA erprobt.
Hochschulen können die KI mit eigenen Wissensdatenbanken und Dokumentationen verbinden und daraus maßgeschneiderte Assistenten entwickeln. Jede Einrichtung erhält dafür einen geschützten Bereich. Die Daten werden laut Universität nicht zum Training externer KI-Modelle verwendet.
An der Universität Würzburg beantwortet bereits die auf TRIA basierende „RZ-Biene“ Fragen zu IT-Problemen – rund um die Uhr. Auch die Technische Hochschule Deggendorf prüft Einsatzmöglichkeiten zur Entlastung ihres IT-Supports.
Künftig könnte TRIA zudem in Studienberatung, Bibliotheken und Verwaltung eingesetzt werden. Auch KI-Agenten, die komplexere Arbeitsabläufe übernehmen, sind geplant. Damit könnte das Passauer Projekt zum Vorbild für den sicheren KI-Einsatz in Hochschulen, Behörden und Unternehmen werden. (obx)
Bild: Thomas Simon, Leiter des Zentrums für Informations- und Medientechnologie (ZIM) der Universität Passau. Foto: obx-news/Universität Passau

