• Mittwoch, 14. Oktober 2026

Gut-tu-Musik und Geschichten mit Otto Öllinger und Bettina Scholz

Gut-tu-Musik und Geschichten mit Otto Öllinger und Bettina Scholz

Markt Schönberg. „Ob das mit der Katze eine gute Geschichte war …?“ Ja, war sie. Gespielt und gesungen noch dazu. Zu Herbst&Kultur in Schönberg unterhielten Bettina Scholz und Otto Öllinger mit Noten, Spaß und etwas zum Nachdenken.
Kulturforumsvorsitzender Bernd Bachhuber begrüßte herzlich volle Zuhörerreihen mit Ehrengästen und zwei Drittel Akteuren. Eigentlich sollte auch Maria Öllinger das Trio auf der Bühne komplettieren. Aber ein wichtiger persönlicher Termin machte es nötig, dafür Ersatz zu suchen. Dem Riedlhütter Lehrer Otto Öllinger fiel das in seiner herzlich einladenden Art nicht schwer. Am Schüttelei wurden Helga und am Klangholz Walter aus dem Publikum geholt, die mehrere Lieder des Abends taktvoll verstärkten; frei nach dem Motto: „Miteinander musiziert macht noch mehr Freude.“ Bei Sweet Latin kamen sie sofort rhythmisch zum Einsatz und später durfte das Publikum auch gerne eigenen Gesang beisteuern. Vom Jodler und Marsch über Tango bis zu Schlager und Musette reichte das Repertoire an Gitarre, Akkordeon, Knopfharmonie und Hackbrett. Von Liedermacher bis Arrangeur war musikalisch eine Vielfalt eingepackt, die das Publikum nicht anstrengen sollte, sondern ihm einen netten Abend schenken. Heimatmusik war im wahrsten Sinne geboten, weil Otto Öllinger auf einer neuen Gitarre des Kirchberger Gitarrenbauers Helmut Frisch zupfte und mit Freddy Quinn ging es auch weit über die See hinaus.
Dazwischen erzählte Öllinger auch über Komponisten, über Begegnungen oder Gedanken, die ihn mit Musik begleiten. Begegnungen der internationalen Art im Hofbräuhaus machten ihn als Bill Gates des Bayerwaldes fast weltberühmt. Anselm Grün inspirierte ihn zu einem Lied über die Demut. Überhaupt war der Abend auch immer wieder vom Thema Glaube durchwoben; nicht belehrend, sondern als Lebenshilfe für bisweilen schwere Momente. Die kamen amüsiert auch zur Sprache, als eine Katze im Haus den Gitarristen zur dritten Geige degradierte und im Versicherungstango bekannte er auch: „Du musst a bisserl Bazi sein.“
Nach dem kurzweiligen Abend kam auch der Dank von Bernd Bachhuber mit „geistlichen Getränken aus der Schönberger Apotheke“, wobei glücklicherweise auch zwei kleine Versionen davon als Gage für die beiden „Hilfsmusiker“ Helga und Walter auch noch gefunden wurden. Ihre Gage war schnell aufgebraucht. Aber der Spaß des Mitmachens bleibt ihnen sicher lange in Erinnerung.

Bild: Bettina Scholz spielte Akkordeon, Knopfharmonie und Hackbrett. Und Otto Öllinger steuerte Heimatgitarre und gesungene und erzählte Geschichten für einen kurzweiligen und inspirierenden Abend bei.
Foto: Markt Schönberg