Oberkreuzberg. Wenn schwere Glocken durch den nächtlichen Wald hallen und geheimnisvolle Gestalten zwischen den Bäumen auftauchen, ist es wieder Zeit für das traditionelle Wolfaustreiben. Am Samstag, 14. November, laden die „Oberkreizberger Woiferer“ des Krieger- und Soldatenvereins ab 18 Uhr auf den Waldfestplatz in Oberkreuzberg ein.
Im Mittelpunkt steht das jahrhundertealte Wolfauslassen. Einst sollten die mächtigen Vieh- und Wolfsglocken Raubtiere von den Herden fernhalten. Zugleich erinnert der Brauch an die Arbeit der Hirten und das Ende des Weidejahres. Die Wolfaustreiber tragen schwere Glocken am Körper und steigern nach festgelegtem Ablauf das Tempo ihres Läutens.
Im Laufe der Jahre wurde das ursprüngliche Brauchtum um mystische Figuren aus der Sagenwelt des Bayerischen Waldes ergänzt. Gestalten wie Frau Perchter, Hobagoas und Marsuch sorgen für schaurige Begegnungen. Erstmals begleiten heuer die „Gluaddeifen e. V.“ das Spektakel.
Den besonderen Reiz macht die einzigartige Kulisse aus: Mitten im Wald verschmelzen Glockengeläut, geheimnisvolle Gestalten und die Dunkelheit zwischen hohen Bäumen zu einer faszinierenden Atmosphäre. Dabei betonen die Veranstalter ausdrücklich, dass das traditionelle Wolfauslassen und nicht ein klassischer Perchtenlauf im Mittelpunkt steht.
Für das leibliche Wohl der Besucher ist an den Ständen bestens gesorgt.
Foto: Privat

