WALDKIRCHEN, LKR. FREYUNG-GRAFENAU. Am 27.07.2026 erstattete ein 36-jähriger Mann bei der Polizeistation Waldkirchen Anzeige wegen Betruges. Auf der Suche nach einem Pkw wurde er auf ein entsprechendes Inserat aufmerksam. Er einigte sich mit dem Verkäufer des Pkw Audi A4 und traf sich zur Übergabe mit dem Mann in Essen. Nach Erledigung aller Formalitäten und Bezahlung des Kaufpreises in Höhe eines vierstelligen Betrages fuhr der Geschädigte zurück. Bereits auf dem Heimweg kam es zu technischen Problemen mit dem Fahrzeug, schlussendlich musste es die letzte Strecke bis zur Heimatadresse auf einem Abschleppfahrzeug zurücklegen. Der Verkäufer war zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr erreichbar.
Am Folgetag ließ der Käufer die Fahrgestellnummer in einer örtlichen Fachwerkstatt überprüfen. Hier konnten Ungereimtheiten hinsichtlich des Service-Termins sowie des Kilometerstandes festgestellt werden. Bei weiteren Prüfungen durch den Geschädigten sowie durch Beamte der Polizeistation Waldkirchen erhärtete sich der Verdacht, dass der Kilometerstand des Audi manipuliert und um ca. 200.000 Kilometer reduziert wurde. Auch bestand der Verdacht, dass die Eintragungen im Scheckheft sowie ein TÜV-Bericht gefälscht wurden.
Eine Überprüfung des angebrachten Kennzeichens ergab, dass die Kennzeichenschilder in Essen aufgrund einer fehlenden Haftpflichtversicherung zur Entstempelung ausgeschrieben waren.
Aufgrund des tatsächlichen Kilometerstandes des Fahrzeugs ist der Wert des Pkw um einiges niedriger anzusetzen, sodass der Geschädigte einen Vermögensschaden von mehreren tausend Euro erlitten hat.
Gegen den vorherigen Eigentümer, einen 32-jährigen ungarischen Staatsangehörigen aus Essen, wurde ein Strafverfahren wegen mehrerer Delikte, u.a. wegen Urkundenfälschung, Betrug und Missbrauch von Wegstreckenzählern eingeleitet.
(502303260)
Betrug bei Autokauf

