• Mittwoch, 29. Juli 2026

Der Bayerische Wald läuft: Warum Trailrunning in unserer Heimat boomt

3kings3hills

Haidmühle. Als Joshua Sperrle aus Passau und Florian Gräf aus Dresden nach fast 24 Stunden und 168 Kilometern gemeinsam die Ziellinie in Haidmühle überquerten, war das einer der bewegendsten Momente des 3Kings3Hills Trailrunning Festivals. Statt eines Schlusssprints setzten sie ein Zeichen der Gemeinschaft – und zeigten, was diesen Sport ausmacht.
Trailrunning boomt. Gelaufen wird nicht auf Asphalt, sondern auf Waldwegen, schmalen Pfaden, über Wurzeln, Steine und Gipfel. Naturerlebnis, Ausdauer und Abenteuer verbinden sich zu einer Sportart, die Einsteiger ebenso begeistert wie erfahrene Ultraläufer. Der Bayerische Wald bietet dafür ideale Bedingungen: abwechslungsreiche Strecken, steile Anstiege, dichte Wälder und eindrucksvolle Ausblicke im Dreiländereck.
Wie groß die Begeisterung ist, zeigte das fünfte 3Kings3Hills Festival. 1.856 Läuferinnen und Läufer waren gemeldet, 1.463 gingen an den Start – rund ein Viertel mehr als im Vorjahr. Teilnehmer aus über 20 Nationen reisten nach Haidmühle. Sieben Strecken standen zur Wahl, vom fünf Kilometer langen „Traily“ bis zur neuen 168-Kilometer-Distanz mit bis zu 6.300 Höhenmetern.
Auch der Quälspaß am Dreisessel zeigt, wie fest Trailrunning in der Region verwurzelt ist. Davon profitieren nicht nur die Sportler: Hotels, Pensionen, Gastronomie und Einzelhandel gewinnen zusätzliche Gäste. Viele verbinden den Wettkampf mit einem längeren Aufenthalt. So wird Trailrunning zunehmend zum Tourismusfaktor und macht den Bayerischen Wald weit über die Region hinaus bekannt.

Fotos: MuW / m.wagner