Passau. Die ersten drei Lebensjahre gelten als besonders prägend für die körperliche, geistige und emotionale Entwicklung von Kindern. Um Familien in dieser sensiblen Phase zu unterstützen, bietet der Caritas-Frühförderungsdienst Passau das Programm „Die wichtigen Jahre 0–3“ an. Im vergangenen Jahr nahmen rund 90 Familien aus Stadt und Landkreis Passau das Angebot in Anspruch.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen vor allem Schlafprobleme sowie Schwierigkeiten beim Essen und Füttern. Mehr als die Hälfte der Anfragen betraf Ein- und Durchschlafstörungen. Rund ein Drittel der Kinder war bei der Anmeldung jünger als ein Jahr, etwas mehr als die Hälfte der betreuten Kinder waren Jungen.
Das Team um Leiterin Petra Moser-Haderer führte insgesamt 470 Beratungsgespräche durch. Die Termine fanden sowohl ambulant als auch direkt bei den Familien zuhause oder in Kindertageseinrichtungen statt. Je nach Situation reichte die Betreuung von wenigen Terminen bis hin zu einer längerfristigen Begleitung.
Besonders bei frühkindlichen Regulationsstörungen wie Schlaf- oder Essproblemen zeigte die Beratung oft schnelle Erfolge. Bei komplexeren familiären Belastungen arbeiteten die Fachkräfte eng mit Kitas, Kinderärzten, Jugendämtern und weiteren Beratungsstellen zusammen.
Die Caritas stellt fest, dass familiäre Herausforderungen zunehmend komplexer werden. Umso wichtiger seien niederschwellige und mobile Unterstützungsangebote, die Familien frühzeitig begleiten und entlasten können.
Bild: Die Leiterin der Caritas-Frühförderung, Petra Haderer-Moser, (li). und ihre Stellvertreterin und Leiterin Bereich Prävention, Elisabeth Einweg, wissen um die vielfältigen Belastungen der Eltern in den ersten drei Jahren der Kinder.
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