• Montag, 7. September 2026

Freiwilliges Ökologische Jahr: Zwölf Monate für die Natur

Freiwilliges Ökologische Jahr: Zwölf Monate für die Natur

Grafenau. Mit zehn neuen Gesichtern ist der Nationalpark Bayerischer Wald in die aktuelle Saison des Freiwilligen Ökologischen Jahres, kurz FÖJ, gestartet. In den ersten zwei Wochen machen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Schutzgebiet vertraut, lernen ihre künftigen Einsatzstellen kennen und erhalten Einblicke in die Arbeit der Nationalparkverwaltung.

Zum Auftakt der Kennenlernwochen begrüßte Nationalparkleiterin Ursula Schuster die jungen Frauen und Männer. Sie weiß aus eigener Erfahrung, welche Bedeutung ein erster Einblick in die Arbeit des Nationalparks haben kann. Zu Beginn ihrer Laufbahn war Schuster selbst als Praktikantin im Nationalpark tätig. „Ich freue mich sehr über Ihr Engagement und wünsche Ihnen ein schönes und lehrreiches Jahr im Nationalpark.“ Vielleicht ebne es ja sogar den Weg in die Zukunft. Denn: „Ein FÖJ ist häufig auch ein Einstieg in eine berufliche Laufbahn im Natur- und Umweltschutz“, sagte Schuster.

Während ihres zwölfmonatigen Einsatzes unterstützen die Freiwilligen vor allem die Umweltbildung. Sie arbeiten unter anderem im Waldspielgelände, im Hans-Eisenmann-Haus, im Haus zur Wildnis, im Jugendwaldheim, im Wildniscamp am Falkenstein oder wirken bei größeren Bildungsveranstaltungen mit. Sie begleiten Bildungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, vermitteln Wissen über die Natur und bringen eigene Ideen in die Arbeit ein. Dazu gibt es je eine Einsatzstelle für die Bereiche praktischer Naturschutz und Monitoring.

„Ich möchte vor meinem Einstieg ins Berufsleben eine sinnstiftende Arbeit verrichten und mich dabei auch beruflich orientieren“, sagt der 18-jährige Hannes Fürst aus Schärding. Elisabeth Wöhrle aus Forchheim will „in der Natur unterwegs sein, Kindern und Jugendlichen Wissen vermitteln“, erzählt die 24-Jährige über ihre Motivation. Milena Pritzens aus Berlin freut sich auf die neue Umgebung: „Ich bin hier, um einen Kontrast zur Großstadt zu erleben und mich für die Zukunft zu orientieren. Ich hoffe, viel zu lernen, vor allem auch über mich selbst“, sagt sie. Jonas Ernst, 23, kommt aus der Nähe von Bremen und blickt besonders auf die anstehenden Aufgaben im Schutzgebiet. „Ich freue mich jetzt nach dem Studium vor allem auf die Praxisarbeit in einem so schützenswerten Ökosystem wie dem Nationalpark“, erklärt er.

Nach den ersten Kennenlernrunden und Einführungstagen beginnen die Freiwilligen ihre Arbeit an den verschiedenen Einsatzstellen. Dort sammeln sie praktische Erfahrungen, übernehmen Verantwortung und lernen die Aufgaben einer Nationalparkverwaltung aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Gleichzeitig unterstützen sie die Beschäftigten bei der Umweltbildungsarbeit und leisten einen eigenen Beitrag zum Schutz der Natur.

Bildunterschriften:
Bild 1: Die neuen Freiwilligen mit Nationalparkleiterin Ursula Schuster (5.v.r.), Umweltbildungsreferent Achim Klein (5.v.l.) und Nationalparkmitarbeiter Martin Wagner (4.v.l.). (Fotos: Lilly Danner / Nationalpark Bayerischer Wald)