Passau. An der Klosterkirche Niedernburg in Passau beginnen Anfang August statische Sicherungsmaßnahmen. Gleichzeitig werden Baugrunduntersuchungen durchgeführt. Die Arbeiten schaffen die Voraussetzungen für die geplante Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks und sollen während der Sommerferien abgeschlossen werden.
Bei Voruntersuchungen wurden erhebliche Schäden an der Tragkonstruktion festgestellt. Ursache sind unter anderem die nachträglich eingebauten barocken Gewölbe, für deren Lasten die historischen Außenwände ursprünglich nicht ausgelegt waren. Verformungen und Risse sowie eine unzureichend ausgesteifte Dachkonstruktion beeinträchtigen die Standsicherheit.
Zur Sicherung werden im Kircheninneren temporäre Stahlzugstäbe und Verspannungen eingebaut. Parallel untersuchen Fachleute, ob auch Baugrund oder Fundament zum Schadensbild beitragen. Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, der Dombauhütte Passau und weiteren Fachstellen.
Aus Sicherheitsgründen bleibt die Klosterkirche vom 3. August bis voraussichtlich 14. September werktags geschlossen. An den Wochenenden kann sie eingeschränkt genutzt werden, sodass die geplanten Gottesdienste stattfinden können.
Mit den Sicherungsmaßnahmen wird der Grundstein für die anschließende Dachsanierung gelegt. Ziel ist es, die Standsicherheit der historischen Klosterkirche dauerhaft zu gewährleisten und das bedeutende Kulturdenkmal langfristig zu erhalten.
Foto: Staatliches Bauamt Passau

