Bayerns Heilbäder und Kurorte sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren: Laut einer Studie des Deutsches Wirtschaftswissenschaftliches Institut für Fremdenverkehr erwirtschaften sie jährlich rund 5,6 Milliarden Euro Umsatz. Die touristische Wertschöpfung liegt bei etwa 2,9 Milliarden Euro und sichert rechnerisch über 86.000 Arbeitsplätze. Seit 2015 ist der Umsatz um rund 24 Prozent gestiegen, die Wertschöpfung um mehr als 20 Prozent.
Der Bayerischer Heilbäder-Verband sieht darin einen klaren Beleg für die wirtschaftliche Bedeutung der Branche, insbesondere im ländlichen Raum. Präsident Peter Berek betont, dass Heilbäder nicht nur Gesundheitsorte, sondern zentrale Stabilitätsfaktoren für Regionen sind. Der Gesundheitstourismus wirkt dabei als Querschnittsbranche, von der unter anderem Gastgewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungen profitieren. Insgesamt entstehen jährlich rund 80 Millionen Aufenthaltstage.
Auch steuerlich zeigt sich die Relevanz: Laut Studie generieren Heilbäder rund 520 Millionen Euro jährlich aus Mehrwert- und Einkommensteuer. BHV-Geschäftsführer Frank Oette unterstreicht, dass Investitionen in Prävention und Infrastruktur mehrfach zurückfließen. Entsprechend fordert der Verband, Prävention stärker in der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik zu verankern.
Neben der ökonomischen Bedeutung tragen Heilbäder auch zur Lebensqualität bei, indem sie Infrastruktur sichern und Regionen attraktiver machen. Laut Tobias Kurz verbinden sie Gesundheit, Tourismus und Wirtschaftskraft. Für die Zukunft setzt die Branche verstärkt auf Prävention, Resilienz, Naturheilverfahren und innovative Gesundheitskonzepte.
Foto: obx-news/Tourismus Oberstdorf/Tobias Heimplätzer

