• Dienstag, 28. Juli 2026

Uralt und dennoch von aktueller Bedeutung: Das Lied von Liebe und Tod

Uralt und dennoch von aktueller Bedeutung: Das Lied von Liebe und Tod

Grafenau/Plattling. „Gemeinsam – so geht Heimat“ steht auf einigen Bauhof-Fahrzeugen der Stadt Grafenau. Ganz nach diesem Motto teilten sich 42 Mitglieder des Waldvereins Grafenau und des Theatervereins Grafenau die Kosten für einen Bus und fuhren gemeinsam nach Plattling zu dem sagenumwobenen Nibelungenfestspiel. Da das Schauspiel erst um 21 Uhr begann, vergnügten sich die TeilnehmerInnen zuvor inmitten des bunten Treibens des mittelalterlichen Nibelungenmarkts am Stadtplatz.
Das Nibelungenfestspiel in „Pledelingen“ ist ein Leuchtturm im niederbayerischen Festspielsommer und findet nur alle vier Jahre an zwei Wochenenden statt. Ein guter Grund für die Waldvereins-Kulturwartin Roswitha Prasser einen Besuch der diesjährigen Aufführung zu organisieren. Sie freute sich über das zusätzliche Interesse des Theatervereins an diesem Ausflug und realisierte nach Absprache mit Franz Josef Bloier, dem Vorsitzenden des Theatervereins, gerne die gemeinsame Fahrt zum zweiten Festspielwochenende in der Isarstadt.
Bereits zum elften Mal seit der Erstaufführung am 29. Juli 1988 spielte die Laienschauspielgruppe des Fördervereins Nibelungen-Festspiel Plattling e.V. die alte Sage um Liebe und Tod, um den versunkenen Nibelungenschatz, um die weiblichen Protagonisten Kriemhild und Brunhild, den Drachentöter und doch verwundbaren Siegfried, um König Gunther, um Helden und magische Kräfte, um Mord, Rache und Vergeltung und den fatalen Untergang der Burgunden. Und das taten die gut 100 Mitwirkenden vor und hinter der Freiluftbühne bei der Kirche St. Magdalena äußerst ambitioniert und voller Empathie in einer neuen Inszenierung von Regisseur Andreas Wiedermann und dem in Plattling geborenen Autor und ehemaligen „Stern“-Reporter Teja Fiedler. Tief beeindruckt von dem ergreifenden Schauspiel, das von Livemusik begleitet wurde, ging es kurz vor Mitternacht mit dem Riedl-Bus wieder bequem und sicher zurück in die Bärenstadt. (oi)

Bild: Die Mitglieder des Waldvereins Grafenau und des Theatervereins Grafenau vor der Freiluftbühne des Nibelungenfestspiels in Plattling.
Foto: privat