Spiegelau. Es ist die höchstgelegene Baustelle Niederbayerns: Das Waldschmidthaus unterhalb des Großen Rachels. Die historische Berghütte wird aktuell unter der Regie des Staatlichen Bauamts Passau im Auftrag des Nationalparks Bayersicher Wald saniert und erweitert. Etwa die Hälfte der diesjährigen Bauzeit ist bereits vorüber – Zeit für eine Zwischenbilanz und den Beginn der Pächtersuche.
Seit Mai sind die beauftragen Firmen wieder am Hochplateau auf 1360 Meter unterhalb des Großen Rachels im Einsatz. Seitdem ist einiges passiert. Unter anderem wurden Wand- und Bodenverkleidungen ersetzt beziehungsweise gereinigt, die ersten Fenster gesetzt, die Haustechnik eingebaut und das Tragwerk ergänzt. Dazu wurde bereits der Brandschutz ertüchtigt, das Vordach erneuert und die Entwässerung angeschlossen. Auch die ersten Photovoltaikplatten sind bereits auf dem Dach des Anbaus zu sehen. „In der Urlaubszeit laufen die Arbeiten weiter, auch wenn die Firmen unabhängig voneinander in die Sommerpause gehen“, erklärt Norbert Sterl, Leiter des Bauamts. „Im August werden die Estricharbeiten mit Schnellestrich ausgeführt und die Fassade fertig geschindelt. Ab September werden dann die neuen Böden verlegt und die Wandverkleidungen geschlossen.“
Mit einer Fertigstellung der Baustelle wird weiterhin Mitte 2027 gerechnet. Und genau deswegen beginnt der Nationalpark nun bereits mit der Suche nach einem geeigneten Pächter. „Das Waldschmidthaus nimmt für unsere Besucher eine ganz besondere Rolle ein“, sagt Nationalparkleiterin Ursula Schuster. „Deswegen starten wir bereits jetzt mit der Suche nach einem Betreiber, um allen Interessenten nicht nur eine Vorbesichtigung, sondern auch genügend Zeit für die Ausarbeitung eines gastronomischen Konzepts zu ermöglichen.“ Neben einer Einkehrmöglichkeit für Tageswanderer wird es am Waldschmidthaus auch wieder Übernachtungsmöglichkeiten geben. Alle Infos zur Bewerbungsphase finden Interessenten auf der Nationalpark-Homepage unter www.np-bw.de/jobs.
Bildunterschrift:
Emsiges Treiben herrschte jüngst auf der Baustelle unterhalb des Großen Rachels. (Fotos: Gregor Wolf / Nationalpark Bayerischer Wald)

