• Montag, 7. September 2026

42. Landkreis-Sonderzug mit knapp 400 Ausflüglern: Mit Volldampf nach Wien

Lkr. Passau. Historische Waggons, Eisenbahnnostalgie und ein Tag in der österreichischen Hauptstadt: Der 42. Landkreis-Sonderzug brachte am Samstag, den 5. September 2026, knapp 400 Reisende nach Wien und sorgte damit für eine Rekordbeteiligung. Die Gäste kamen aus dem Landkreis Passau sowie aus Freyung-Grafenau, Deggendorf und Oberbayern.

Am Steuer der beinahe 50 Jahre alten Elektrolok saß Thomas Kummer, Vorsitzender der Passauer Eisenbahnfreunde (PEF). Landrat Raimund Kneidinger, Schirmherr der Fahrt, zeigte sich begeistert von der Resonanz und dankte insbesondere Organisatorin Maria Denkmayr vom Tourismusreferat sowie dem Team der Eisenbahnfreunde.

Erinnerung an den Initiator

Überschattet wurde der Ausflug vom Tod Werner Kummers. Der frühere Tourismusreferent des Landkreises und Ehrenvorsitzende der PEF war wenige Tage zuvor im Alter von 81 Jahren verstorben. Als Initiator des Landkreis-Sonderzuges hatte er die Fahrten über viele Jahre geprägt.

Dass sein Sohn Thomas nun den Sonderzug nach Wien steuerte, verlieh der Fahrt eine besondere Bedeutung. Auch Enkel Bastian unterstützte die rund 30-köpfige Crew.

Unter den knapp 400 Fahrgästen waren viele Stammgäste, aber auch zahlreiche Neulinge. Landrat Kneidinger ging durch die Waggons und verteilte persönlich das Bordmagazin. Begleitet wurde er von Ehefrau Petra und Sohn Ludwig. Jüngste Reisende war die erst drei Monate alte Elise.

Wien auf eigene Faust entdecken

Während der Anreise versorgte Michael Nowak von den Eisenbahnfreunden die Gäste mit Informationen über Strecke und Reiseziel. In Wien konnte die Hauptstadt anschließend zu Fuß oder per Doppeldeckerbus erkundet werden.

Erstmals dabei war Fürstenzells Pfarrer Wolfgang de Jong mit den Ehrenbürgern Uschi und Walter Berchtold. Auch die Gewinnerinnen einer Ticket-Verlosung, Silvia Dirndorfer und Sevgi Tok, fuhren zum ersten Mal mit und besuchten zugleich erstmals Wien.

Ehrenamtliches Engagement

Hinter der Fahrt steckt viel ehrenamtliche Arbeit. Die PEF-Mannschaft kümmerte sich um Vorbereitung, Bewirtung und Betreuung der Gäste. Rund 200 Mitglieder zählt der Verein, der 2028 sein 50-jähriges Bestehen feiert.

Wohin der 43. Landkreis-Sonderzug 2027 führt, können die Fahrgäste per Fragebogen im Bordmagazin mitentscheiden. Einsendeschluss ist der 30. November. Landrat Kneidinger möchte auch im kommenden Jahr wieder mit an Bord sein.

Fotos: MuW/m.seewald