• Montag, 14. September 2026

Eine Nase gebrochen und Polizisten angespuckt

GRAFENAU (LKR. FREYUNG-GRAFENAU). Gegen einen 36-jährigen Mann aus Waldkirchen wird nach einem Polizeieinsatz am späten Samstagnachmittag des 12.09.2026 wegen mehrerer Delikte ermittelt.

Gegen 17:30 Uhr befand sich der 36-jährigen am Busbahnhof in Grafenau. Er legte sich in einen Bus und schlief ein. Nachdem der Busfahrer erfolglos versuchte, des Mann aus dem Bus zu befördern, teilte er sein Problem zwei anwesenden Sicherheitsmitarbeitern einer bekannten Sicherheitsfirma mit. Diese weckten den Mann auf. Dieser wurde unvermittelt aggressiv. Einem Sicherheitsdienstmitarbeiter gab er eine ,,Kopfnuss“, dem anderen schlug er mit der Faust in das Gesicht. Der Mann konnte überwältigt werden und vom Sicherheitsdienst bis zum Eintreffen der Polizei im Bus gesichert werden. Der Mann schlief währenddessen ein.

Bei Antreffen der Polizei schlief der Mann nach wie vor. Aufgrund der vorangegangenen Taten wurden dem noch schlafenden Mann zur Sicherheit der Beamten und Dritter Fesseln angelegt. Während der Fesselung erwachte der Mann und wurde nun in Richtung der Beamten aggressiv. Er wurde mit unmittelbaren Zwang aus dem Bus verbracht und auf eine Parkbank im Busbahnhof gesetzt. Dort sitzend drehte er sich unvermittelt in Richtung der Beamten und wollte einem der beiden ins Gesicht spucken. Der Beamte konnte den Kopf wegziehen und die Spucke verpasste um wenige Zentimeter ihr Ziel.

Nun wurde der Mann mit unmittelbaren Zwang in das Dienst-Pkw verbracht. Nachdem der Mann im Pkw gesichert war, trafen Unterstützungskräfte aus Freyung ein.

Während der Fahrt zur PI Grafenau schlief der Mann ein. Im Hof der Dienststelle wurde er teils mit teils ohne unmittelbaren Zwang in die Gewahrsamszelle verbracht. In der Zelle sollten nun die Fesseln gelöst werden. In dem Moment, als die Beamten vom noch gefesselten Mann abließen, drehte er sich unvermittelt um und spuckte einem Beamten in dessen Gesicht. Das nun folgende Lösen der Handfessel fand aufgrund der fortwährenden Aggressivität und vorangegangenen Taten des Mannes wiederrum mit unmittelbaren Zwang statt.

Nachdem die Fesseln gelöst waren, verließen die Beamten zügig die Zelle. Dies gelang jedoch nicht schnell genug, den sobald die Beamten von dem Mann abließen, sprang er auf und Richtung Zellentür und spukte in Richtung aller Beamten, die er noch erreichen konnte. Hierbei traf er einen Beamten an dessen Schutzweste und Ellenbogen, einen weiteren am Unterarm.

Der nun folgende Gewahrsam wurde richterlich bis zum Sonntagmorgen bestätigt. Nach der Entlassung wurden die Eltern des Mannes verständigt, welche erbost den nun ausgeschlafenen Mann von der PI Grafenau abholten.

Es wurde kein Beamter verletzt. Ein Sicherheitsdienstmitarbeiter erlitt eines Nasenverletzung und kam mit dem Rettungsdienst zur medizinischen Versorgung in das Krankenhaus nach Freyung.

Der Mann muss sich nun wegen Tätlichen Angriffs aus Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung und Beleidigung gegen die Beamten und Körperverletzung zum Nachteil der Sicherheitsdienstmitarbeiter verantworten.