PASSAU. Die Polizeiinspektion Passau war zur Herbstdult 2026 wieder mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Das bereits aus den vorherigen Veranstaltungen erprobte Einsatzkonzept hat sich erneut bewährt. So konnten zahlreiche Sicherheitsstörungen bereits im Ansatz unterbunden und Straftaten verhindert werden. Besonders an den besucherstarken Wochenenden waren zahlreiche Einsätze abzuarbeiten.
Bei den einfach gelagerten Körperverletzungsdelikten war insgesamt ein Rückgang um vier Fälle gegenüber der Herbstdult 2025 zu verzeichnen.
Im Veranstaltungszeitraum wurden zwei Fälle der Sexuellen Belästigung auf dem Festplatz registriert:
Am Mittwoch, 09.09.2026, gegen 17:45 Uhr, soll es offenbar zu einer sexuellen Belästigung gekommen sein. Einem 21-jährigen Rumänen wird vorgeworfen, ein 14-jähriges Mädchen, deutscher Staatsangehörigkeit, unsittlich berührt und geküsst zu haben. Zu einem weiteren Fall kam es am Samstag, 12.09.2026, gegen 21:00 Uhr. Eine 17-Jährige wurde von einem bislang unbekannten Mann umarmt und hierbei unsittlich an der Brust berührt. In beiden Fällen wurden entsprechende Ermittlungen eingeleitet.
Aus dem Phänomenbereich Gewalt gegen Polizeibeamte schlugen drei relevante Delikte zu Buche. Zwei Ermittlungsverfahren wurden wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet, in einem Fall kam es zudem zu einem Angriff gegen Polizeibeamte. Einhergehend damit wurden auch Verstöße wegen Bedrohung, Beleidigung und Körperverletzung aufgenommen:
Am Freitag, 04.09.2026, gegen 22:10 Uhr wurde den Kräften der Zentralen Einsatzdienste Passau durch den Sicherheitsdienst des Festgeländes der Passauer Herbstdult eine renitente Person mitgeteilt. Bei der anschließenden Personenkontrolle leistete der 48-jährige tschechische Staatsangehörige Widerstand und beleidigte die eingesetzten Beamten. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der 48-Jährige des Festgeländes verwiesen.
In derselben Nacht, Samstag, 05.09.2026, um 00:15 Uhr wurde ein 25-jähriger Deutscher auf dem Festgelände einer Personenkontrolle unterzogen. Hierbei bedrohte und beleidigte der 25-Jährige die eingesetzten Beamten. Da er die Beamten im weiteren Verlauf bespuckte, wurde durch die Staatsanwaltschaft eine Blutentnahme angeordnet. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde der 25-Jährige in eine Fachklinik eingewiesen.
Insgesamt wurden im Vorfeld 15 Betretungsverbote für die gesamte Dultzeit durch die Stadt Passau erlassen, um die Sicherheit während der Veranstaltung zu gewährleisten. Hiergegen haben während der Festzeit zwei junge Männer im Alter von 16 und 19 Jahren verstoßen.
Die Polizeiinspektion Passau wurde im Laufe des Veranstaltungszeitraums durch die Zentralen Einsatzdienste Passau sowie die Technischen Einsatzdienste Passau unterstützt.
Insgesamt zeigt sich die Polizeiinspektion Passau mit dem Verlauf sehr zufrieden. Zurückzuführen ist dies auch auf die stets gute Zusammenarbeit mit den unterschliedlichen Organistationen und Behörden.
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