• Dienstag, 22. September 2026

Teures Tanken, hohe Gewinne – Wie der Iran-Krieg die Kassen der Ölkonzerne füllt

Während Autofahrer die Folgen hoher Energiepreise an der Zapfsäule spüren, hat der Iran-Krieg einigen der weltweit größten Ölkonzerne kräftige Gewinnsprünge beschert. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar 2026 und den massiven Störungen am Persischen Golf sind Ölpreise und Raffineriemargen zeitweise stark gestiegen. Die wichtige Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich von rund 61 Dollar je Barrel zu Jahresbeginn zeitweise auf weit über 100 Dollar. Die US-Energiebehörde EIA führt die Entwicklung insbesondere auf Produktionsausfälle und Einschränkungen in der Straße von Hormus zurück.
Das schlägt sich in den Bilanzen nieder. ExxonMobil meldete für das zweite Quartal einen Gewinn von 14,5 Milliarden Dollar – gut doppelt so viel wie die 7,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Chevron kam auf 12,1 Milliarden Dollar. Zusammen verdienten die beiden US-Konzerne rund 27 Milliarden Dollar; Reuters nennt hohe Ölpreise und Raffineriemargen als wesentliche Treiber.
Auch Europas Ölmultis profitierten: Shell erzielte im zweiten Quartal einen Gewinn von 9,84 Milliarden Dollar, mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. BP erreichte mit 5,7 Milliarden Dollar den höchsten bereinigten Quartalsgewinn seit 2022. Neben höheren Energiepreisen spielten dabei auch Raffinerie- und Handelsgeschäfte eine Rolle.
Der Krieg ist dabei nicht für jeden Konzern ausschließlich ein Gewinnbringer: Produktionsausfälle und gestörte Transportwege verursachen ebenfalls Milliardenbelastungen. Unterm Strich haben die hohen Preise und Margen die Ergebnisse der großen westlichen Ölkonzerne im zweiten Quartal jedoch deutlich nach oben getrieben.

Zur Beachtung: Infos durch KI, nicht eigenrecherchiert. KI kann Fehler machen.
Grafik: KI-generiert