Neuschönau. Die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava freuten sich jüngst, zahlreiche junge Studierende und Lehrende aus dem In- und Ausland willkommen zu heißen. Im Rahmen der BestNature Field Week im Nationalpark Bayerischer Wald und der Summer School AI-Klima im Nationalpark Šumava beschäftigen sie sich mit der biologischen Vielfalt, der natürlichen Entwicklung und der Gesundheit der Wälder.
Bei der BestNature Field Week lernten die Studierenden verschiedene Methoden des Biodiversitäts- und Waldmonitorings kennen. Dazu gehören unter anderem die Untersuchung der Waldstruktur mithilfe von Laserscanning und Luftaufnahmen, die Auswertung von Fernerkundungs- und Satellitendaten, der Einsatz von Wildtierkameras, die Kartierung von Waldstörungen sowie Vegetations- und Baumringuntersuchungen. „Die Teilnehmenden erhalten bei uns die Gelegenheit, moderne Forschungsmethoden direkt im Gelände kennenzulernen und anzuwenden. Dadurch wird wissenschaftliches Arbeiten unmittelbar erlebbar“, so Maik Henrich, Forschender im Nationalpark Bayerischer Wald. Er informierte die Teilnehmenden über seine Forschungsergebnisse zum Wildtiermonitoring und die damit verbundenen Arbeiten im Schutzgebiet.
Die Field Week bildete den Abschluss einer dreijährigen Reihe mit insgesamt vier Feldwochen. Neben dem Nationalpark Bayerischer Wald in Deutschland waren auch die Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse in Österreich sowie der Pollino-Nationalpark und die Region Toskana in Italien beteiligt.
Parallel fand im Rahmen eines grenzüberschreitenden Forschungsprojekts die Summer School AI-Klima unter dem Titel „Forest health from field and remote sensing perspective“ im Nationalpark Šumava statt. Im Mittelpunkt stand die Untersuchung der Waldentwicklung mithilfe von Satellitendaten. Ziel war es, den Studierenden die Fernerkundung und ihre Bedeutung für ökologische Fragestellungen näherzubringen.
„Die beiden Veranstaltungen zeigen, wie eng Forschung, Umweltbildung und Naturschutz miteinander verbunden sind“, sagt Prof. Marco Heurich, Leiter des Sachgebiets Nationalparkmonitoring und Tier-Freigelände, der beide Projekte auf bayerischer Seite koordiniert. „Die Studierenden können so praktische Kenntnisse erwerben und moderne Monitoring-Methoden kennenlernen.“ Dadurch könne man die Teilnehmenden womöglich für zukünftige Tätigkeiten in Forschung und Naturschutz motivieren.
Bildunterschrift:
Direkt im Nationalpark konnten die Studenten verschiedene Monitoring-Methoden kennenlernen. (Foto: Lilly Danner / Nationalpark Bayerischer Wald)

