Waldhäuser. Am 14. Mai startet die Igelbus-Saison – und damit erneut das im Vorjahr erstmals erprobte Verkehrskonzept rund um Waldhäuser. Landkreis Freyung-Grafenau, Gemeinde Neuschönau und Nationalpark Bayerischer Wald wollen damit eine entspannte Anreise ins Lusengebiet ermöglichen und zugleich den Verkehr im Bergdorf reduzieren sowie Rettungswege freihalten.
Zentraler Bestandteil ist der kostenlose P+R-Parkplatz Graupsäge. Von dort fahren kostenlose, im Takt verdichtete Busse zu den beliebten Wanderstartpunkten Richtung Lusen. Zur Verfügung stehen rund 140 Stellplätze, eine barrierearme Bushaltestelle und Toiletten. Bereits in der verkürzten Premierensaison 2025 wurden dort rund 2300 Fahrzeuge registriert. „Das sind Autos, die früher direkt in Waldhäuser geparkt hätten. Die Situation im Ort hat sich also bereits entschärft“, sagt Neuschönaus Bürgermeister Alfons Schinabeck. Nationalparkleiterin Ursula Schuster hofft auf eine ähnlich gute Nutzung: „So entfällt die Parkplatzsuche und man kann schon bei der Busfahrt entspannt in die Nationalparkwälder eintauchen.“
Ziel des Projekts ist es, den Individualverkehr in Waldhäuser zu verringern. Vor allem an Wochenenden und in Ferienzeiten kam es dort in den vergangenen Jahren häufig zu chaotischen Situationen mit blockierten Zufahrten, Problemen für Rettungsdienste und versperrten Buswendebuchten. Besucher sollen deshalb gezielt zur Graupsäge gelenkt werden – dort sind sowohl Parken als auch Busfahrt kostenlos.
Die Parkplätze in und um Waldhäuser sind während der sommerlichen Igelbus-Saison seit 2025 kostenpflichtig. Je näher am Lusen geparkt wird, desto höher die Gebühren. Ein Teil der Einnahmen fließt in die Förderung des ÖPNV. Dafür gibt es an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien einen 30-Minuten-Takt zwischen Graupsäge und Waldhäuser. Landrat Sebastian Gruber spricht von einer deutlichen Verbesserung für Einheimische und Urlauber.
Bild:Haben schon mal den Vor-Ort-Test am P+R-Parkplatz Graupsäge gemacht: Bürgermeister Alfons Schinabeck (von links), Nationalparkleiterin Ursula Schuster, Landrat Sebastian Gruber und Busfahrer Franz Ranzinger von Eichberger Reisen. (Foto: Gregor Wolf/Nationalpark Bayerischer Wald)

