Ludwigsthal. Mindestens einmal im Jahr ist es an der Zeit, kräftig ‚Danke‘ zu sagen. Und so lud der Nationalpark jüngst seine Waldführerinnen und Waldführer ins Haus zur Wildnis zum Ehrenamtsabend ein. Vor dem geselligen Teil mit Speis und Trank gab’s noch zwei kurze Exkursionen durchs Nationalparkzentrum Falkenstein.
Mit dem Nationalpark-Trio Sabine Eisch, Lisa Keilhofer und Achim Klein erkundeten die ehrenamtlichen Naturkenner die neuen Attraktionen entlang des Tier-Freigelände-Rundwegs. In den vergangenen Monaten waren hier nicht nur die Gehege für Gelbbauchunken und Feuersalamander entstanden, sondern obendrauf einige interaktive Stationen für Kinder. „An unseren drei großen Spielgeräten können junge Besucher jetzt etwa in die Rollen von Ameisen, Eichhörnchen und Totholzkäfern schlüpfen“, erklärte Achim Klein.
Am Haus zur Wildnis angekommen, gab’s neben dem obligatorischen Gruppenfoto vor allem eine große Portion Lob. „Es ist wahnsinnig viel, was ihr alles leistet“, betonte Umweltbildungsreferent Klein. „Da müssen wir einfach auch mal Danke sagen.“ Schließlich wird der Großteil des Nationalpark-Führungsprogramms vom ehrenamtlichen Waldführer-Team gestemmt. Ein verdientes Mitglied, Heinrich Köllner-Dives, sagte jedoch beim Ehrenamtsabend auf Wiedersehen. „Schweren Herzens hast du dich entschlossen, aufzuhören“, so Klein. „Vielen Dank für all deinen Einsatz, gerade hier rund ums Haus zur Wildnis“. Denn die Nationalparkeinrichtung sei im Laufe der Zeit zum zweiten Wohnzimmer des langjährigen Waldführers geworden. „Es hat mir wirklich Spaß gemacht“, war letztendlich das Fazit des 87-Jährigen. „Ich hoffe, dass alle Waldführer, die jetzt neu dabei sind, mindestens genau so lang bleiben wie ich.“ Er selbst war über 16 Jahre fürs Schutzgebiet aktiv.
Ermöglicht wurde der Abend dank einer großzügigen Spende. Denn die Dichtungstechnik-Firma Wallstabe & Schneider aus Niederwinkling unterstützt den Nationalpark seit einigen Jahren in den Bereichen Umweltbildung, Inklusion und Ehrenamt. Damit werden nicht nur Schulklassen aus dem Landkreis Straubing-Bogen regelmäßig Aufenthalte im Nationalpark ermöglicht, sondern auch der jährliche Ehrenamtsabend finanziert.
Bildunterschrift:
Vor der Stärkung im Haus zur Wildnis gab’s noch zwei Führungen im Tier-Freigelände, wo unter anderem Umweltbildungsreferent Achim Klein das Konzept hinter den neuen Spielstationen – im Bild der Ameisenhügel – erklärte. (Foto: Gregor Wolf / Nationalpark Bayerischer Wald)

