Einer der bekanntesten Aphorismen von Rupert Schützbach lautet „Ich bin Zöllner, ich kenne meine Grenzen.“ Seine Sinnsprüche haben längst alle Grenzen übersprungen. Der 1933 in Passau geborene Aphoristiker, Epigrammatiker und Lyriker hat weit über 2000 Einzelveröffnungen auf der Habenseite, Beiträge in über 170 Anthologien, Schulbüchern, Kalendern stehen zu Buche, dazu kommen über ein Dutzend Gedicht- und Epigrammbände und eine Erzählung. Die letzte Veröffentlichung war der Haiku-Band „Natürlich Natur“. In der „Deutschen Literaturgeschichte von Wilhelm Bortenschlager heißt es: „Seit Erich Kästner hat kein deutscher Lyriker mehr so prosaisch und doch poetische Aussagen mit hintergründigem Humor gemacht.“ In Anthologien stehen seine Texte ganz selbstverständlich neben Meistern wie Goethe, Schiller oder Lichtenberg.
Gesundheitlich angeschlagen, aber geistig rege und weiterhin schreibend lebt der bald 93-jährige Dichter In Passau-Hals. Sein Freund, der Historiker und Germanist Dr. Stefan Rammer, stellt Autor und Werk vor und liest aus seinen Büchern. Musikalische Untermalung: Karl-Heinz Reimeier
Foto: Stefan Rammer

