Saldenburg. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich und Saldenburgs neuer Bürgermeister Marco Braml trafen sich im Rathaus zum Austausch über aktuelle Projekte und kommunale Herausforderungen.
„Waldlaterne“ als neuer Dorfmittelpunkt
Im Mittelpunkt stand die Sanierung der „Waldlaterne“. Das ehemalige Gasthaus wird zum Bürgerhaus mit Gastraum, Veranstaltungssaal für rund 100 Personen und Ausstellungsräumen zur Ortsgeschichte umgebaut. Rund zwei Millionen Euro Förderung kommen vom Amt für Ländliche Entwicklung, der Eigenanteil der Gemeinde liegt voraussichtlich bei 500.000 Euro. Die Eröffnung ist für Mitte 2027 geplant. Auch ein barrierefreier Umbau des bestehenden Rathauses wird diskutiert.
Wasser und soziale Herausforderungen
Bei der Wasserversorgung ist Saldenburg durch Investitionen wie den neuen Hochbehälter gut aufgestellt. Noch stammen 70 Prozent des Wassers aus eigenen Quellen, allerdings bereiten sinkende Quellschüttungen Sorgen. Auch bei der Abwasserentsorgung denkt Braml über interkommunale Lösungen nach, um langfristig eine der drei Kläranlagen einzusparen.
Weitere Themen waren die alternde Gesellschaft und fehlender altersgerechter Wohnraum. Ein kleines Angebot für betreutes Wohnen könnte Senioren Alternativen bieten und zugleich Häuser für junge Familien freimachen.
Sorge bereiten zudem steigende Sozialausgaben und Umlagen. „Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass die fetten Jahre vorbei sind“, so Braml. Künftige Projekte müssten deshalb finanziell mit Augenmaß geplant werden.
Bild: Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich, Bürgermeister Marco Braml und Geschäftsleiter Josef Anzenberger vor dem Saldenburger Rathaus.
Foto: Bezirk Niederbayern, Manuela Lang

