Freyung (can). Die Bayerische Landesausstellung 2026 zeigt Bayern als Land vielfältiger Klänge, Rhythmen und Melodien – weit über traditionelle Klischees hinaus. Das Haus der Bayerischen Geschichte lädt bis 8. November zu einer musikalischen Reise durch die Jahrhunderte bis zu den Sounds der Gegenwart ein. Partner der Ausstellung ist auch die Caritas Passau.
Ein besonderes Mitmach-Angebot gestalten die Wolfsteiner Werkstätten: Schulklassen können gemeinsam mit einem Instrumentenbauer sogenannte Rührtrommeln bauen und verfeinern. Auf einem runden Holzboden sind unterschiedlich lange Holzlamellen kreisförmig angeordnet, wodurch verschiedene Tonhöhen entstehen. Mit einem kleinen Holzschlägel lassen sich gleitende Klänge erzeugen, alternativ sorgen Murmeln für einen kontinuierlichen Klangteppich. Jedes Kind darf sein Instrument anschließend mit nach Hause nehmen.
Die Ausstellung spannt den Bogen vom Klang eines Wassertropfens über Choräle, höfische Opern und Volksmusik bis hin zu Schlager, Rock, Pop, Rap und Techno. „Mitmachen wird großgeschrieben“, betont Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte. Gemeinsam mit der Stadt Freyung entstand die erste Bayerische Landesausstellung, die an allen 199 Ausstellungstagen ein tägliches Live-Programm quer durch alle Musikrichtungen bietet. Am 10. Juli treten etwa „Tom und Basti“ in den Wolfsteiner Werkstätten auf.
Freyungs Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich hob hervor, dass für die Ausstellung ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert und erweitert wurde. Entstanden sei „etwas Großartiges – eine Ausstellung, die begeistert“. Begleitend erscheint im Verlag Friedrich Pustet ein reich bebilderter Katalog zur Musikgeschichte Bayerns.
Bild: Den Bausatz für die Rührtrommeln haben die Wolfsteiner Werkstätten der Caritas hergestellt. Teamleiter Holz Christian Wittensöllner (li.) und Alexander Lorenz zeigen das Holzprodukt. Foto: can/wd

