Mehr als 20 kultur- und naturinteressierte Radfahrer nahmen an der vierten Führung von HNKKJ e. V. Waldkirchen, Pro Nationalpark, KEB Freyung und der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen entlang des historischen Wimmerkanals teil. Die rund 50 Kilometer lange E-Bike-Tour führte von Erlauzwiesel entlang von Saußbach und Erlau bis in den Raum Hauzenberg.
Organisator Günter Obermüller knüpfte damit an drei frühere Wanderungen entlang des ehemaligen Kanals an. Martin Stadler vom Verein Pro Nationalpark erläuterte die Geschichte des Projekts, das der Adelige und Ingenieur Jakob Freiherr von Wimmer zwischen 1803 und 1805 zur Holzdrift aus den Lusenwäldern plante. Das Vorhaben hätte eine ähnliche Bedeutung wie der Schwarzenberger Schwemmkanal erlangen können, scheiterte jedoch an den politischen Wirren der Zeit.
Anhand der fiktiven Reise eines Holzscheites veranschaulichte Obermüller den über 90 Kilometer langen Weg vom Lusen bis zur Donau. Die Teilnehmer erfuhren zudem von spektakulären Bauwerken, darunter einer geplanten 80 Meter hohen Holzkonstruktion zur Umgehung der Saußbachklamm.
Neben spannenden historischen Einblicken bot die Tour beeindruckende Naturerlebnisse an Saußbach, Erlau und Staffelbach sowie Ausblicke auf den Büchlberger Steinbruchsee und das Hauzenberger Granitmassiv. Im kommenden Jahr soll die Führungsreihe mit einer Wanderung an der unteren Erlau abgeschlossen werden.
Bild: Mühlrad an der Heiligbrunnmühle, Gde. Büchlberg (Foto: HNKKJ)

