• Donnerstag, 9. Juli 2026

Hohenau: Eine glückliche Gemeinde

Eine glückliche Gemeinde

Hohenau. Josef Gais würde seine Gemeinde als eine beschreiben, wo es weitestgehend gut läuft. Das hörte MdL Martin Behringer bei seinem Besuch vor Ort gerne. Dennoch gab es auch hier Gesprächsstoff. Eine Sorge: Wie kann es verhindert werden, dass dennoch wachsende Unzufriedenheit im Land einen demokratischen Konsens zu beschädigen droht?


Gais, Gemeinderat und Verwaltung sind ständig dran, die Hausaufgaben zu machen und nichts auf lange Bänke zu schieben. Kläranlage ertüchtigt, Wasser gesichert, Kanäle werden befahren, ob reagiert werden muss. Die Gerätschaft in Bauhof oder bei den Wehren passt. Die Personaldecke ist stabil – eine glückliche Gemeinde. Immer Schritt für Schritt. Große Sprünge sind selten möglich bei begrenzten Möglichkeiten. Aber wer sucht, der findet sich auch Unterstützer und Unterstützung, sagt Josef Gais. Sein Dank ging dazu auch an Land und Landtag, wie auch an den Abgeordneten Martin Behringer von der Freie Wähler Fraktion. Mit seinem Ressortwechsel setzt er künftig neben seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Wohnen, Bau und Verkehr einen weiteren Schwerpunkt auf Wirtschaft und Landesentwicklung. Das begrüßte Gais sehr: „So hast du auch weiterhin ein offenes Ohr für zentrale Themen im Landkreis Freyung-Grafenau.“


Da schlagen beispielsweise EU-Themen immer wieder bis ganz unten durch, wie beim Thema Erdaushub, Beprobungspflicht und teure Entsorgung. Da versteht Gais, dass es bisweilen heftiges Kopfschütteln gibt, weil eine eigentlich positive Regelung in aller Konkretheit doch für „angewandte Verwunderung“ sorgen kann. Bundes- und Landespolitik sind dann gefordert, da nachzujustieren und Einfluss geltend zu machen, wo es nur geht. MdL Martin Behringer ist da schon länger aktiv. Aber im Konkreten ist das immer ein langwieriger und kleinteiliger Prozess, bis das bestmögliche Ergebnis steht. Zugleich würden besonders über die sozialen Medien Kritik und Unzufriedenheit oft massiv geschürt. Das Ergebnis lautet zunehmend, dass der Zulauf für extremere Strömungen selbst in der Mitte der Gesellschaft ankommt und scheinbar einfache Lösungen verfangen. Auch deshalb, so Gais und Behringer, sei es wichtig, in Kommunikation zu bleiben, zu zeigen, was läuft und Themen gemeinsam zu bearbeiten, wie Sicherung der Schulen am Ort, Förderung der heimischen Wirtschaft oder Erleichterung von Nutzung eventuell gewerblicher oder landwirtschaftlicher Gebäude für Wohnungen. Da liegen sich München und Hohenau oft durchaus sehr nahe.

Bild: Bürgermeister Josef Gais (l.) und MdL Martin Behringer vor den Wappen der Orte, die heute in der Gemeinde Hohenau verwaltet werden. Gemeinsam hat sich auch so als dauerhaft stärker erwiesen. Foto: Abgeordnetenbüro Grafenau