Die Grundschule Lindberg hat die Natur in den Klassenraum geholt: Als Nationalpark-Partnerschule verfügt sie nun über eine neue Attraktion – das „Grüne Zimmer“. Die Wände sind in verschiedenen Grüntönen gestaltet, dazu gibt es zahlreiche Informationen zum Nationalpark vor der Haustür sowie zur Natur rund um die Partnerschule in El Salvador, wo ebenfalls ein Nationalpark liegt. Besonders: Alle Schülerinnen und Schüler waren an der Gestaltung beteiligt.
„Für die Kinder sind die Programme im Nationalpark immer ein Highlight“, sagte Schulleiter Ralph Bettermann. „Da haben wir uns gedacht, holen wir den Nationalpark noch stärker zu uns.“ Ausgehend von der bereits bestehenden Nationalpark-Ecke entstand so die Idee des Grünen Zimmers. Dank viel Eigenleistung und Unterstützung durch Schüler, Gemeinde, Eltern und Nationalpark wurde sie umgesetzt. „Entstanden ist ein vielseitig nutzbarer Raum, besonders für die Nachmittagsbetreuung.“
„Uns war wichtig, dass jedes Kind im Raum vertreten ist“, erklärte Melanie Klimm, Leiterin der Offenen Ganztagsschule. So entstanden etwa Baumscheiben mit grünen Spiralen. Ergänzt wird der Raum durch echte Pflanzen aus El Salvador und dem Bayerischen Wald, Fühlboxen, tierische Pfotenabdrücke an den Wänden und Pflanzensteckbriefe. „Es ist wirklich etwas ganz Besonderes geworden“, so Klimm.
Auch Nationalparkleiterin Ursula Schuster zeigte sich begeistert: „Man merkt, das ist eine gelebte Kooperation. Wenn Kinder Freude daran haben, Wissen zu entdecken und kreativ zu werden, haben wir alles richtig gemacht.“ Bürgermeister Gerd Lorenz betonte ebenfalls: „Ich bin sehr stolz auf unsere Schule. Der Raum bietet eine hervorragende Möglichkeit, Umweltbildung erlebbar zu machen.“
Bild: Während die Ehrengäste nur zur Eröffnung kamen, dürfen die Grundschüler nun öfter im Grünen Zimmer Platz nehmen. (Foto: Gregor Wolf /Nationalpark Bayerischer Wald)

