Schiefweg. Es dröhnen die Schiffshupen, Menschen drängen sich auf die Zugangsstege der großen Dampfer: Im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert emigrierten viele Menschen aus dem Bayerischen Wald und Böhmerwald nach Amerika. So auch Emerenz Meier aus Schiefweg bei Waldkirchen. Ihre Gründe für eine Auswanderung stehen exemplarisch für den gesellschaftlichen Umbruch dieser Zeit. Dies zeigt das Museum „Born in Schiefweg“. Es befindet sich im Elternhaus der Literatin Emerenz Meier. Das Schreiben lag ihr im Blut. Ihre Gedanken und Gefühle verflochten sich in Gedichten, die eindrücklicher nicht sein könnten. Es ist eine schicksalhafte Lebensgeschichte, die berührt. Man kann die Stimmung nach dem Museumsbesuch im Wirtshaus im Erdgeschoß des Hauses nachwirken lassen und in den historischen Gemäuern bodenständige bayerische Küche genießen. Das Emerenz-Meier-Haus ist eines der ältesten Gebäude der Gegend und steht unter Denkmalschutz.
Foto: Stadt Waldkirchen

