• Mi.. Apr. 29th, 2026
Freilichtmuseum Finsterau

Bad Griesbach i. Rottal. Im Rahmen der 145. Verbandsversammlung wurden die Mitglieder des Zweckverbandes Niederbayerische Freilichtmuseen über die aktuelle Lage in Finsterau und Massing informiert. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich würdigte die Arbeit der Teams und betonte die Bedeutung der Museen für die kulturelle Identität der Region. Die Entwicklung beider Häuser sei insgesamt sehr erfreulich.

Freilichtmuseum Finsterau: Differenzierte Entwicklung
Betriebsleiterin Stephanie Herzig berichtete von 42.836 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2025. Der leichte Rückgang sei vor allem wetterbedingt, insbesondere durch den schneereichen Jahresbeginn 2026. Gleichzeitig gab es in einzelnen Bereichen Zuwächse: So entwickelte sich das Café Heimat sehr positiv und gewann weiter an Bedeutung für das Besuchserlebnis.
Ein Schwerpunkt liegt auf der neuen Sonderausstellung „Jetzt geht’s dahi“, die zu den Osterferien eröffnet wurde und von intensiver Öffentlichkeitsarbeit begleitet wird. Zudem sind bauliche Maßnahmen wie die Sanierung historischer Gebäude und infrastrukturelle Verbesserungen geplant. Ziel ist es, die Attraktivität des Museums langfristig zu sichern.

Freilichtmuseum Massing: Erfolgreicher Saisonstart
Betriebsleiterin Silke Holzner berichtete von einem gelungenen Start in die neue Saison. Besonders gefragt sind die museumspädagogischen Angebote, für die bereits zahlreiche Buchungen vorliegen. Auch das Veranstaltungsprogramm wird weiterentwickelt, um neue Zielgruppen anzusprechen.
Während der Winterpause wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, darunter Fortschritte am Berta-Hummel-Haus, Modernisierungen sowie eine neue Photovoltaikanlage. Gleichzeitig stehen personelle Veränderungen an, da langjährige Mitarbeitende in den Ruhestand gehen. Nachfolgelösungen werden bereits vorbereitet.
Der wissenschaftliche Leiter Dr. Clemens Knobling verwies zudem auf inhaltliche Fortschritte, etwa durch neue technische Einrichtungen und den Austausch mit anderen Museen.

Ausblick
Die Verbandsversammlung zeigte sich insgesamt zufrieden: Trotz einzelner Herausforderungen konnten beide Museen organisatorisch und inhaltlich erfolgreich weiterentwickelt werden.

Bild: Die Sonderausstellung „Jetzt geht’s dahi“ im Freilichtmuseum Finsterau bietet Gelegenheit, kulturelle Traditionen, Rituale und den gesellschaftlichen Umgang mit Sterben und Trauer in Niederbayern näher zu beleuchten. Im Mittelpunkt stehen historische Exponate aus der Region – darunter Sterbekreuze, Särge, Grabschmuck und Sterbebilder aus dem Fundus des Museums –, die durch zeitgenössische Kunstwerke, Medienstationen und Klanginstallationen ergänzt werden. Foto: Freilichtmuseum Finsterau