St. Oswald. Vor über 30 Jahren ist nicht nur an der deutsch-tschechischen Grenze der Eiserne Vorhang gefallen. Seit 1989 liegt der Landkreis Freyung-Grafenau somit wieder im Herzen eines freien Europas. In Zusammenarbeit mit dem Museum Šumavy und dem Landkreis Freyung-Grafenau hat der Synagogen-Verein „Denkmal Hartmanice“ die eindrucksvolle, zweisprachige Wanderausstellung „Kein Durchkommen! – Geschichte des Eisernen Vorhangs“ realisiert. Diese Ausstellung wird im Rahmen eines Themenabends am 17. September im Waldgeschichtlichen Museum eröffnet – und ist anschließend bis 29. November zu sehen.
Was Menschen trennte, ist überwunden. Gespräche und Begegnungen sind wieder möglich. Auf unzähligen Touren war der Fotograf und Autor Herbert Pöhnl über viele Jahre im bayerisch-böhmischen Grenzland unterwegs. Sein Ziel: Menschen dieser geschichtsträchtigen Region treffen, ihren Alltag, ihre Feste, ihr Arbeitsleben, ihre Meinungen vorstellen. Seine Präsentation „Grenzen verschwinden – bayerisch-böhmische Begegnungen“ zeigt die Erfahrungen dieser Touren, dieser Begegnungen, in Form eines Bilderbuches mit Musik und Geschichten.
Musikalisch umrahmt wird der Themenabend von Pöhnls Projektpartner Sven Ochsenbauer am Piano. Sein experimenteller Stil trägt ganz entscheidend zur Stimmung Grenzen-Projekt bei: Jazzig, filigran, manchmal melancholisch, immer swingend. Sein Stil ist beeinflusst von den Komponisten der Klassik und den Vätern des Jazz.
Die Veranstaltung wird dankenswerterweise unterstützt vom Museumsverein St. Oswald-Riedlhütte. Der Eintritt zu Themenabend und Ausstellung ist frei. Das Waldgeschichtliche Museum hat dienstags von sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Am Montag ist Ruhetag, außer an Feiertagen.
Bild: Die Hauptakteure des Themenabends: Sven Ochsenbauer (links) und Herbert Pöhnl. (Foto: Doris Wittmann)

