Markt Schönberg. Schönberger Volksfest ging mit Tag der Senioren und Inklusionsnachmittag zu Ende: Gut gefüllt war das Schönberger Volksfestzelt am Sonntagmittag. Erstmals waren die Senioren schon ab 11.00 Uhr geladen. Von etwa 720 Geladenen aus der Kategorie „70+“ waren immerhin 256 persönlich anwesend und hatten untereinander oder mit familiärer Verstärkung eine gute Zeit.
So wie Siegfried Pleintinger mit Gattin Maria, die sich auch passend herausgeputzt hatten. Ein individuell geschneidertes Leiberl über kariertem Hemd, dazu elegant gebundenes Halstuch, für die Bequemlichkeit eine original „Hanflederne“ aus Österreich und über schneidigen Wadeln von der Gattin gestrickte frühlingsmoosgrüne Strümpfe bis in die Münchner Haferlschuhe hinab. Maria stilgenau passend und mit Weste in grünem Strickschick. Für den Siegfried ist das ein „G´hört sich!“ an so einem wunderbaren Tag. Das Gefühl dafür hat er sich in der Zwischenzeit so entwickelt, nachdem er mit 14 Jahren den Markt verlassen hatte, um eine gastronomische Karriere in München zu starten. Als Küchenmeister unter anderem im Bayerischen Hof traf er auch auf bessere Kreise, Politprominenz und oft genug auf viele Wiesengäste – und kehrte erst mit 70 nach Schönberg zurück. Jetzt vermissen die beiden einerseits den Trubel der Landeshauptstadt und andererseits genießen sie die besondere Lebens- und Wohnqualität am Land. Und dann noch eingeladen werden statt Oktoberfestpreisniveau … Was will man eigentlich mehr?
Es noch besonders lang in guter Verfassung genießen zum Beispiel.
Nachdem Bürgermeister Martin Pichler, Seniorenbeauftragte Doris Rötzer und Volksfestorganisatorin Miriam Ertl die begehrten Markerl verteilt hatten, gab es auch heuer die Bilanz der Ältesten Gäste im Zelt. Josef Murr hat mit jetzt 95 Jahren fast schon das Daueranrecht darauf gepachtet. Einen Geschenkkorb mit Schönberger Spezialitäten gab es für ihn ebenso obendrein wie für Maria Holler, die sogar schon einen weiteren Lenz mehr genießen konnte und trotzdem auch noch gut auf den Beinen und geistig fit ist.
Zum Tag einer geselligen Gesellschaft wurde der Volksfestsonntag dann zudem durch eine Einladung des Festwirts Daniel Stengel, der einen Tag für Bürger mit Handicap mit auf das Programm setzte und für etwa vier Tische voller Menschen aus der Lebenshilfe samt betreuenden Begleitern Essen und Trinken ausgab, damit auch so Inklusion gerade in feierlichem Rahmen gelebt werden konnte. So ging es freudig und freundlich in den Abend hinein, bis der gemütlich und noch einmal stimmungsvoll ausklang.
Bild: Maria Holler und Josef Murr wurden von Bürgermeister Pichler und Doris Rötzer als älteste Festteilnehmer mit Spezialitätenkorb beschenkt. Foto: Markt Schönberg

