Saldenburgs neuer Bürgermeister Marco Braml ist in seinem Amt angekommen, auch wenn der Start nicht ohne Herausforderungen verlief. Noch gibt es organisatorische Baustellen, doch für ihn steht fest: „Der Laden muss laufen.“ Ein zentrales Anliegen ist die stärkere interkommunale Zusammenarbeit, um künftige Aufgaben effizient zu bewältigen.
Beim Besuch des Landtagsabgeordneten Martin Behringer wurden aktuelle kommunale Themen besprochen. Nach einem jüngsten Brandfall ging es unter anderem um Pflichtaufgaben der Gemeinden und deren finanzielle Belastungen.
Positiv bewertet Braml die Entwicklung der „Waldlaterne“, die als neues Gemeindezentrum entsteht. Herausforderungen bestehen dagegen weiterhin beim Rathaus, insbesondere bei baulichen Fragen und der Barrierefreiheit.
Große Bedeutung misst der Bürgermeister der Digitalisierung bei. Papierloses Arbeiten und leistungsfähige Netze seien nur gemeinsam mit Nachbarkommunen erfolgreich umzusetzen. Das gelte auch für Bereiche wie Schulwesen, Wasser- und Abwasserentsorgung, wo größere Investitionen anstehen. Interkommunale Lösungen könnten hier wirtschaftliche Vorteile bringen.
Auch im Tourismus sieht Braml Potenzial für mehr Zusammenarbeit, etwa durch eine stärkere gemeinsame Identität im Dreiburgenland. Beispiele wie das Ilzer Land zeigten, dass Kooperation erfolgreich funktionieren kann.
Daneben stehen klassische kommunale Aufgaben im Fokus: Infrastruktur, Nahversorgung, Seniorenwohnen, Kinderbetreuung und die Vermarktung von Baugebieten. Ein weiteres Anliegen ist die Verkehrssicherheit an der B85, insbesondere für Linksabbieger. MdL Behringer sagte zu, mögliche Verbesserungen mit dem Staatlichen Bauamt Passau zu prüfen.
Im Gespräch wurde deutlich: Viele Herausforderungen sind Zukunftsaufgaben. Bürgermeister Braml setzt dabei auf aktive Gestaltung und enge Zusammenarbeit mit Politik und Region.
Bild: MdL Martin Behringer (v.l.) auf Besuch beim neuen Bürgermeister von Saldenburg, Marco Braml und im Gespräch mit Geschäftsleiter Josef Anzenberger. Foto: Abgeordnetenbüro

