Das erste Bierkulturfestival in Hutthurm vom 21.08. bis 23.08.2026 war ein Erfolg. Die Festrede der Schirmherrin und Landtagsabgeordneten Roswitha Toso (Freie Wähler) zum Bierkulturfestival in Hutthurm schlug den Bogen von der langen Brautradition bis zur Bedeutung regionaler Brauereien heute. Bereits 1577 verlieh Joachim Graf von Ortenburg den Hutthurmern für 1.500 Taler das Braurecht – ein Zeichen dafür, welchen Stellenwert Bier schon damals hatte.
Neun Brauereien, eine Schnapsbrennerei und eine Weinkellerei präsentieren beim Festival gemeinsam die Vielfalt niederbayerischen Handwerks. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei es wichtig, den kreativen und innovativen regionalen Brauereien eine Bühne zu geben. Sie prägen Feste und Wirtshauskultur und stehen für eine einzigartige Vielfalt. Unterstützung erhält das Festival auch vom Freistaat Bayern. Besonders gewürdigt wurde zudem das Engagement der Hutthurmer Vereine: Ausschank, Küche und Logistik liegen in heimischen Händen, die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Die Rede erinnerte auch an die Wurzeln der bayerischen Bierkultur. Während der „Kleinen Eiszeit“ verdrängten robuste Braugerste und Hopfen zunehmend den Weinbau. Weil früher nur zwischen Michaeli und Georgi gebraut werden durfte, entstanden Eiskeller zur sommerlichen Lagerung. Darüber gepflanzte Kastanien spendeten Schatten – die Geburtsstunde der bayerischen Biergärten und zugleich ein Stück jener Bierkultur, die bis heute Geselligkeit und Lebensart prägt.
Foto: MuW/m.seewald

