Beim 17. Tourismustag Bayerischer Wald im Kurhaus Freyung diskutierten 230 Vertreter aus Hotellerie, Tourismusorganisationen und Freizeiteinrichtungen über die Zukunft der Branche. Im Mittelpunkt standen die touristische Entwicklung, der digitale Wandel und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI).
Landrat Thomas Ebeling, Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern, betonte die Bedeutung des Tourismus trotz knapper öffentlicher Kassen: „Von Investitionen in den Tourismus profitiert die gesamte Bevölkerung.“ Freyungs dritter Bürgermeister Stefan Pradl hob die Bedeutung der Bayerischen Landesausstellung „Musik in Bayern“ hervor. Landrat Sebastian Gruber verwies auf die Stärken der Region mit Nationalpark, leistungsfähigen Hotels und neuen Angeboten am Almberg.
Digitalisierung und KI verändern das Reiseverhalten
Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, betonte die gute Ausgangslage des Bayerischen Waldes, warnte aber vor neuen Herausforderungen. Immer mehr Gäste nutzen KI-gestützte Such- und Buchungssysteme. Deshalb seien qualitativ hochwertige und gut auffindbare Online-Inhalte entscheidend.
Auch Wolfgang Wagner von der Bayern Tourismus GmbH unterstrich, dass Urlaub weiterhin ein wichtiges Konsumgut sei, gleichzeitig aber die digitalen Ansprüche der Gäste steigen. Markus Garnitz erklärte, dass KI vor allem auf strukturierte und technisch gut lesbare Inhalte zugreift.
Praxisbeispiele lieferten Marco Denk vom Almberg Erlebnis, Christine Vogl von der Stadtmaus Regensburg und Vanessa Koch vom Landhotel Haus Waldeck in Philippsreut. Sie zeigten, wie Spezialisierung, Digitalisierung und der bewusste Einsatz von KI neue Chancen für den Tourismus eröffnen.
18 Aussteller präsentierten ihre Angebote. Im Anschluss nutzten viele Teilnehmer die Gelegenheit zum Besuch der Landesausstellung „Musik in Bayern“. Die Organisatoren zogen ein durchweg positives Fazit und hoben die starke Vernetzung der Tourismusbranche im Bayerischen Wald hervor.
Foto: TVO / Ulrike Eberl Walter

